// FISCHFANG //
Die Bewohner dieser Gegend beschäftigten sich mit Fischfang seit ihrer Ankunft in alten Zeiten da ihnen die reichen Fischgründe der Telašćica und der Kornati Inseln zur Verfügung standen. Der Fischfang ermöglichte ihnen Ihre Familien zu ernähren und sich in dieser Gegend niederzulassen. Die älteste Erwähnung des Fischfangs in Kroatien ist ein Dokument mit dem Titel DAROVNICA aus den Jahren 986 - 999, mit dem die Adligen von Zadar ihr Recht auf Fisch auf den Inseln Molat und Dugi otok auf das Kloster von Hl. Grisogonus in Zadar übergaben. Es gibt Dokumente aus dem 11. Jahrhundert in denen Fischer aus Telašćica bei Namen erwähnt wurden. Das sind unsere ältesten bekannten Namen von kroatischen Fischern.
In Telašćica existierte zu dieser Zeit die erste organisierte Fischfang Gesellschaft in Dalmatien, die mit Schleppnetzen Blasenmakrele fang. Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts gab es eine Form des Gebens und manchmal auch eine Form des obligatorischen Gebens des gefangenen Fisches an die Kirche im Namen der Vergebung für die "Sünde, des Fischfang an Sonn- und Feiertagen". Fisch wurde in einer Reihe von Buchten und unterschiedlichen Unterseeterrains gefangen, wo die Fischer ihre Schleppnetze in Richtung Küste herausziehen könnten. Seit alten Zeiten wurden Fischarten wie Blasenmakrele, Makrele, Holzmakrele, gestreifte Meerbarbe, Ringebrasse, Zweibindenbrasse, Kalmar, Tintenfisch, gemeiner Pikarel und andere Fische, vor allem Grundfischarten gefangen.
Um Missverständnisse bei der Nutzung von Fischgründen zu vermeiden, hatten Fischer ein eigenes Regime und System seit alten Zeiten ausgemacht. Das Regime wurde am Anfang der Fischfang-Saison durch Auslosung festgelegt. Die Fischer haben ihre Boote vor allem in Buchten Jaz, Tripuljak und Magrovica, aufbewahrt wo man Heute noch Spuren von trocken gebauten kleinen Pfeiler und kleinen Mauern an der Küste finden kann.
"Das Meer ist ein von Gott gegebenes Ackerland,
das man nicht graben muss,
auch nicht beackern, nicht düngen, noch säen,
aber nur vernünftig ernten".
Petar Lorini


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